Formatbeschreibung der Hochwasser Warnmeldung:
Beispielmail: 
03.06. 23:00 Uhr Wind: 210/8.1; Summe :0.2mm; I-Mittel: 0.3mm/h; I-Max: 5.7mm/h; Prognose: 359.6mm/h; Distanz: 12.7 km
1. Datum und Uhrzeit
2. Wind: Windrichtung und Geschwindigkeit in m/s
3. Summe: Mittlere gefallene Niederschlagsmenge im Einzugsgebiet in mm (Liter/Quadratmeter)
4. I-Mittel: Mittlere momntane Niederschlagsrate im Einzugsgebiet in mm/h (Liter pro Quadratmeter pro h)
5. I-Max:  Maximale momentane Niederschlagsrate im Einzugsgebiet in mm/h (Liter pro Quadratmeter pro h)
6. Prognose: Maximale momentane Niederschlagsrate im Bereich des herannahenden Niederschlags in mm/h. Sie hat das Überwachungsgebiet noch nicht erreicht.
7. Distanz: Distanz des bei Prognose (Nr. 6) erkannten Niederschlags zum Zentrum des Einzugsgebiets.
Kriterien für das Versenden von Warnmails
1: bei langanhaltenden, stratiformen Niederschlägen mit mittelhohen Regenraten
(I-Mittel > 5) und (Profilmax > 5) und (Summe > 30)

Die ersten Warnungen sind noch unkritisch, im Überwachungsgebiet sind zwar im Durchschnitt schon beträchtliche Niederschlagsmengen gefallen (30 mm) und es regnet weiter mit mittelstarker  Intensität (5 mm/h) und wird auch in nächster Zeit mit dieser Intensität weiterregnen. 
Kritisch wird es, wenn die Niederschlagssummen noch weiter steigen und die Niederschläge in den nächsten Stunden nicht nachlassen sondern sich intensivieren.

Die Überwachungssoftware schickt bis zur Entwarnung alle 10 Minuten eine Mail mit den aktuellen Werten.

2: bei Gewittern mit sehr hohen aber üblicherweise nur kurzzeitig wirksamen Niederschlagsraten
(I-Max > 300) oder (Profilmax > 300)

Da diese Niederschläge kurz aber oft sehr heftig sind, wird unabhängig von der bereits im Überwachungsgebiet gefallenen Niederschagsmenge gewarnt, weil dieses Kriterium das Lossenden der Warnung um mindestens 10 Minuten verzögert.

Die erste Warnung ist meistens noch unkritisch, vor allem wenn die Niederschlagsmenge im Überwachungsgebiet noch klein oder 0 ist. Dies ist der Fall, wenn das Gewitter heranzieht oder gerade erst über dem Überwachungsgebiet wirksam wird. 
Kommen weitere Mails, ist das Gewitter entweder weiterhin mit unverminderter Stärke über dem Überwachungsgebiet (dann wird es sehr kritisch und es kann zu Überschwemmungen kommen) oder es nähert sich  mit unverminderter Stärke dem Überwachungsgebiet (dann ist erhöhte Wachsamkeit erforderlich). In diesem Fall kann es zu Überschwemmungen kommen, wenn die Gewitterzelle das Überwachungsgebiet erreicht. Sie kann jedoch mit ihrem Kern auch am Überwachungsgebiet vorbeiziehen, dann sind die Auswirkungen geringer. Dies war im Fall der Beispiel-Mail der Fall.

Die Überwachungssoftware schickt ebenfalls bis zur Entwarnung alle 10 Minuten eine Mail mit den aktuellen Werten.

Die Niederschlagsdaten des Karlsruher Radars werden regelmäßig mit Messwerten von Bodenstationen  im Radarmessgebiet angeeicht.
Die Haftung für Folgen von Entscheidungen, die anhand der Warnungen von Radar-Info getroffen werden sowie die Haftung bei Ausbleiben von Warnungen, ist, soweit gesetzlich zuläßig, ausgeschlossen.
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